Liebe und so
Also ganz grundlegend ist ja über die Liebe bereits alles gesagt. Irgendwann hat mal einer damit angefangen und Goethe hat damit weiter gemacht. Nur dass bei Goethe die ganze Sache in ein Theaterstück integriert war, dass noch heute bei einigen Kirchen für Aufruhr sorgt. Kann man denen ja auch nicht verübeln, immerhin geht′s dabei um Mephistopheles. Oder zumindest um Heinrich Faust und den Beelzebub. Aber das ist ein anderes Thema. Zurück zur Liebe:
Die Dichter verschiedener Jahrhunderte haben sich darüber Gedanken gemacht. Ich persönlich mochte ja schon zu Schulzeiten den Romantiker Novalis, der schaurig-schöne Schnulzen in lyrischer Form verfasste. Später wurden daraus dann Schlager und schlussendlich mündete das in diverse Popsongs, deren Höhepunkt meines Erachtens nach mit den Eurodance-Songs erreicht war.
Aber es gibt ja noch andere Möglichkeiten, der Liebe Ausdruck zu verleihen: Es gibt Liebesbekundungen in Form von Blumen, parfümierten Briefen, selbst gebastelten Geburtstagskarten, mit Helium gefüllten Herzluftballons, Pralinen, herzförmige Lichterketten, die hinter Plissees und Faltstores aus den Schlafzimmern nach draußen scheinen und es gibt Sendungen, die sich ausschließlich damit befassen, dass Singles zueinander finden.
Ich fand es ja damals, also in den 90ern, immer toll, wenn man abends auf der Couch sitzen und “Herzblatt” schauen konnte. Moderiert wurde das ja von allerhand Leuten: Angefangen von Rudi Carrell, der das, soweit ich weiß, 1987 auch erstmals gemacht hatte. Danach erinnere ich mich an Rainhard Fendrich und Hera Lind. Die war ja auch die einzige Frau und damals mit diversen Frauenromanen berühmt geworden. Was sie heute macht, muss ich mal recherchieren. Hm... das ging, glaube ich, bis 1998. Danach hab ich das nicht mehr geschaut, weil mich irgendetwas dazu gebracht hat, es nicht mehr zu schauen. Keine Ahnung, was es war... wahrscheinlich die Deutschlandausstrahlug von “Buffy – Die Vampirjägerin”. Naja. … Heute würde ich wieder “Herzblatt” gucken. Aber das kommt nicht mehr.